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Implantologie

Wir sind heute in der Lage, bei fast jeder Knochensituation Implantate einzusetzen und Kronen darauf einzugliedern, die von natürlichen Zähnen fast nicht zu unterscheiden sind. Noch vor 15 Jahren war »zu wenig Knochen« eine absolute Kontraindikation, d.h. man konnte einfach nicht implantieren. Heute können wir in den meisten Fällen mit zusätzlichen Maßnahmen wie Knochenaufbau und Membrantechnik trotzdem erfolgreich arbeiten. Die Haltbarkeit von Zahnimplantaten steigt zudem ständig. Im Augenblick bleiben bereits mehr als 96 Prozent für über zehn Jahre absolut intakt. Grundvoraussetzung für eine lange Haltbarkeit ist jedoch eine gute Pflege der Implantatkonstruktion und der Durchtrittsstelle der Implantate in der Schleimhaut, um Entzündungen vorzubeugen und dauerhaft zu vermeiden. Unsere Prophylaxe-Spezialistinnen leisten Ihnen hierbei gerne die notwendige Unterstützung. Sprechen Sie uns an. Folgend finden Sie einige Fallbeispiele wie einzelne Fälle mit Implantaten äußerst zufrieden stellend gelöst werden können.

– Fallbeispiel für Einzelzahnversorgung (Fotos)

Implantate

Künstliche Zahnwurzeln (Implantate) zu benutzen, ist in der modernen zahnärztlichen Praxis ein fast alltäglicher Vorgang. Die meisten dieser Implantate bestehen heute aus Titan. Dieses Material zeigt viele Vorteile, z.B. eine äußerst hohe Gewebeverträglichkeit (Biokompatibilität). Zudem hat es die nötigen biomechanischen Eigenschaften, um die kleinen, äußerst stabilen Implantatkörper herstellen zu können. Dies ist eine ideale Kombination und eine wesentliche Voraussetzung für sehr gute Langzeitergebnisse. [mehr erfahren Sie bei Camlog]

Seit einigen Jahren verwenden wir in der Praxis mit sehr gutem Erfolg auch metallfreie Implantate aus Zirkondioxid/Vollkeramik. Hier lassen sich hochästhetische, festsitzende Lösungen erreichen. Vor allem Patienten mit Allergien und Metallunverträglichkeiten nutzen gerne diese Lösungsmöglichkeit. [mehr erfahren Sie bei Z-Systems]

Bei den Implantatdesigns haben sich vor allem Schrauben- und Zylinderimplantate durchgesetzt. Die Oberflächen der Implantate werden speziell behandelt, um die Knochenkontaktfläche zu vergrößern und die Einheilzeit zu verkürzen. Die konstruktiven Einsatzmöglichkeiten für Implantate sind sehr vielfältig. Waren bei verkürzter Zahnreihe früher herausnehmbare Prothesen die einzige Möglichkeit, so können jetzt implantatgetragene festsitzende Brücken eingesetzt werden. Bei Einzelzahnlücken kann auf das Beschleifen der gesunden Nachbarzähne verzichtet werden, indem eine implantatgetragene Einzelkrone gesetzt wird.

Röntgen

Die Planung der Implantation

Ein sehr wichtiger, vorbereitender Schritt beim Einpflanzen künstlicher Zahnwurzeln ist die Planung des operativen Eingriffs. Zuerst wird die exakte Form des Kiefers sowie die Dicke des vorhandenen Knochens ermittelt. Hierfür werden Abdrücke für die Herstellung von Kiefermodellen angefertigt, auf denen Röntgenmessschablonen hergestellt werden. Mit Hilfe dieser Messschablonen wird eine Panoramaröntgenaufnahme (OPG) hergestellt, die dann ein genaues Messen der Knochenhöhe ermöglicht. Der operative Eingriff selbst kann durch die Verwendung modernster Instrumente schonend durchgeführt werden. Nach 3 bis 6 Monaten ist das Implantat fest mit dem Knochen verwachsen und kann voll belastet werden. Die Dauer hängt von der jeweiligen Knochenqualität des Patienten ab. In der Regel ist die Knochenstruktur im Unterkiefer etwas dichter als im Oberkiefer, so dass das knöcherne Einwachsen dort ein wenig rascher abgeschlossen ist (Unterkiefer 3 bis 4 Monate, Oberkiefer 4 bis 6 Monate). Bei Bedarf hält ein Provisorium die Kaufähigkeit während der Einheilphase aufrecht.

Einheilzeit

Am Ende der Einheilzeit wird die Durchtrittsstelle des Implantats durch die Schleimhaut vorbereitet und anschließend abgeformt. Die Durchtrittsstelle durch die Schleimhaut wird so gestaltet, dass das Metall des Implantats nicht sichtbar ist. Wir bedienen uns hierzu mikrochirurgischer Schleimhautoperationstechniken, da die rote Ästhetik (Zahnfleisch) genauso wichtig wie die weiße Ästhetik (Zähne) ist. Das Einsetzen der im zahntechnischen Labor hergestellten Oberkonstruktion schließt die Behandlung ab.

Aufbau und Implantieren in einem Schritt

Wenn für den Einsatz eines Implantats Knochen fehlt und aufgebaut werden soll, dann ist körpereigener Knochen sicherlich das beste Material. Wenn möglich, wird gleichzeitig mit dem Setzen des Implantates der benötigte Knochen wieder aufgebaut. Das erspart u.a. einen operativen Eingriff.

Zur Vermeidung von Entnahmedefekten werden häufig Knochenersatzmaterialien eingesetzt. Diese sind ähnlich aufgebaut wie menschlicher Knochen. Hergestellt oder gewonnen werden sie aus Algen, Tierknochen oder rein synthetisch. Sie zeigen exzellente Ergebnisse und werden im Laufe der Jahre häufig völlig im Knochen eingebaut und/oder abgebaut und durch eigenen Knochen ersetzt. In einigen Fällen wird das Knochenaufbaumaterial zusätzlich mit einer Folie (Membran) aus Kollagen abgedeckt. Sie dient als Schutzbarriere gegen Bindegewebe und ermöglicht eine ungestörte Regeneration des Knochens.

Sinuslift

Im Seitenzahnbereich des Oberkiefers grenzt der Kieferknochen oberhalb der Wurzelspitzen an die Kieferhöhle. Wenn sich in dieser Region durch Zahnverlust und/oder Tragen einer schlecht sitzenden Prothese der Kiefer sehr stark zurückgebildet hat, besteht häufig zu wenig Knochenhöhe für Implantate. Das Knochenangebot wird im Oberkiefer aber auch von Natur aus durch die Struktur der Kieferhöhle (Nasennebenhöhle/Sinus) in seiner Höhe begrenzt. Bereits die natürlichen Zähne im Seitenzahnbereich ragen häufig mit ihren Wurzeln in die Kieferhöhle hinein, so dass sie im Wurzelspitzenbereich nur von der die Höhle/Sinus auskleidenden Schleimhaut und/oder einer sehr dünnen Knochenlamelle bedeckt sind. Werden nun Zähne in diesem Bereich gezogen, wird zusätzlich noch Knochen abgebaut. Um hier statt einer Teilprothese wieder festsitzenden Zahnersatz auf Implantaten einzugliedern, kann bei unzureichendem Knochenangebot zunächst sehr vorsichtig eine Anhebung des Kieferhöhlenbodens – ein sogenannter Sinuslift – stattfinden.

Diese Methode erfordert ein ausgesprochen verantwortungsvolles Gewebemanagement, denn der dabei neu entstehende Raum zwischen Knochen und Kieferhöhlenschleimhaut wird mit eigenem Knochen und/oder einem Knochenersatzmaterial aufgefüllt, damit die Implantate wie gewohnt gesetzt werden können. In manchen Fällen wird auch der Kieferkamm zusätzlich verbreitert.

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